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Überblick

Welche Formen der Mitarbeit und der Vergütung gibt es in den Sportvereinen? Welche steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Konsequenzen sind jeweils zu beachten?

Überblick

Gemeinnützige Vereine sind auf die ehrenamtlich tätigen Mitglieder angewiesen, um ihre Aufgaben durchführen zu können. Wenn auch viele Mitglieder "ihren" Vereinen helfen, ohne dass sie hierfür eine Gegenleistung oder auch nur die Erstattung ihres eigenen Aufwandes erhalten, gibt es auch Mitarbeiter/innen, die - abhängig von der Tätigkeit und natürlich auch von den finanziellen Möglichkeiten des Vereins - für ihre Arbeitsleistung eine Vergütung bekommen. Ohne diese haupt- oder nebenamtlich erbrachten Leistungen wären Vereinsführung und -verwaltung, die Durchführung des Sportangebotes und sonstige Vereinsaktivitäten, aber auch die Pflege und Instandhaltung der Sportanlagen oft unmöglich.

Nicht zuletzt durch die zahlreichen Gesetzesänderungen in den letzten Jahren werden viele Vereine nun verstärkt mit rechtlichen Problemen konfrontiert. Es stellen sich Fragen wie z. B.: Welche Vorgaben aus dem Steuer-, Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht müssen eigentlich generell bei den Mitarbeitern des Vereins berücksichtigt werden? Was gilt als ehrenamtliche Mitarbeit und wo liegen die Grenzen zur bezahlten Mitarbeit? Sind Übungsleiter/innen und Trainer/innen abhängig beschäftigt oder selbstständig tätig? Diese und andere Fragen richtig zu beantworten, ist für die Sportvereine von großer Bedeutung. Denn gerade in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung lauern bei Unkenntnis des geltenden Rechts erhebliche finanzielle Risiken für die Vereine und die Vorstände!

In den Sportvereinen sind grundsätzlich die drei folgenden Formen der Mitarbeit zu unterscheiden:

  •   ehrenamtliche Mitarbeit
  •   abhängige Beschäftigung
  •   selbstständige Tätigkeit


Die praktische Bedeutung dieser Abgrenzung liegt in den unterschiedlichen rechtlichen Konsequenzen, insbesondere bei der Abführung von Steuern und Sozialabgaben. Besonderes Augenmerk sollte der Vorstand deshalb darauf richten, den richtigen Status seiner Mitarbeiter/innen festzustellen und Fehleinordnungen zu vermeiden.

Ehrenamtliche Mitarbeit

Abhängige Beschäftigung

Selbstständige Tätigkeit

Es wird höchstens Aufwendungsersatz gezahlt (d. h. nur Erstattung der angefallenen Kosten, jedoch keine Vergütung für den Zeitaufwand).

Zahlung von Lohn bzw. Gehalt             

Zahlung von Honorar  

Hierfür fallen keine Steuern und Sozialabgaben an.

Der Verein ist für die Einbehaltung und Abführung der fällig werdenden Steuern und Sozialabgaben verantwortlich.

Der/Die Selbstständige ist für die Versteuerung der Einkünfte und für seine/ihre soziale Absicherung selbst verantwortlich.

Es bestehen keine Meldepflichten.         

Es sind Meldepflichten gegenüber den Sozialversicherungsträgern zu beachten.                               

Es bestehen keine Meldepflichten für den Verein, u. U. jedoch für die/den Selbstständige/n.

                                                                                                                                                                                      Der Der Verein sollte gemeinsam mit dem/der zukünftigen Mitarbeiter/in die Form des Mitarbeitsverhältnisses klären. In Zweifelsfällen sollte eine Statusfeststellung herbeigeführt werden.

Letzte Änderung: 07.07.2016
Inhalt: Dietmar Fischer

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